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Zunächst mal : es gibt keine DIN-Norm für Schaukampfschwerter, jeder Hersteller oder Händler kann daher jedes Schwert erst mal als Schaukampfschwert bezeichnen ! Es ist für uns aber selbstverständlich, dass solche Waffen bestimmten Sicherheitskriterien entsprechen müssen. Dazu zählen wir: • abgerundete Klingenspitze (evtl. selbst noch weiter abrunden), • Schlagkante von 2,5 – 3 mm, • Klingenmaterialstärke mindestens 5 mm, • kräftige Parierstange, • sicherer Handgriff, • sichere Befestigung der Klinge am Schwertende. Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen in der Produktion und Materialauswahl können wir keine Produkthaftung nach dem deutschen bzw. europäischen Produkthaftungsgesetz in Bezug auf Klingenbruch oder Ähnliches, sowie die Folgen, aussprechen. Eine hundertprozentige Klingenbruchgarantie kann kein ernstzunehmender Hersteller aussprechen. Jede Klinge kann unter Umständen brechen. Diese Klausel erfolgt u. a. auch deswegen, da es auch Benutzer dieser Schwerter gibt, die unvernünftig und unsachlich damit umgehen. Wir leisten Ersatz bei einem nachgewiesenen Materialfehler, wie Härteriss, oder bei zu hoher Klingenhärte. Jeder Fechteinsatz geht auf eigene Gefahr ! Um Klingenbruch zu verhindern empfehlen wir: • wenn möglich, immer mit der Breitseite des Schwertes zu parieren. • möglichst Hiebe Schneide auf Schneide vermeiden, um das Schwert zu schonen. • wenn die Schwertklinge Scharten aufweist, müssen diese unverzüglich ausgeschliffen werden. Evtl. entstehende Scharten sind kein Garantiefall, sondern normaler Verschleiß. Auch das Lockern der Parierstange ist oftmals nicht zu vermeiden, wenn sie Schläge von dem gegnerischen Schwert erhält. Hier hilft nur ein Nachnieten oder das Anziehen der Schraubbefestigung. Alte Schwerter in einem Museum, die keine Scharten haben, waren sicherlich nie im Einsatz. Im Gegensatz dazu wurde mit Schwertern, die Scharten haben, gekämpft. Bei einem Schwertkampf, der den mittelalterlichen Gepflogenheiten entsprechen soll, sollten Sie beachten, dass bei den Kämpfern im Mittelalter ein gegnerischer Schwerthieb möglichst immer mit dem Schild abgefangen wurde, und nicht mit dem Schwert pariert, da die Schonung des eigenen Schwertes eine Überlebensnotwendigkeit war. Lassen Sie sich von den Szenen in den Filmen nicht täuschen. Dort geht es ausschließlich um einen „schönen“ Kampf mit möglichst viel Lärm, und nicht um eine historische Darstellung eines Kriegskampfes Mann gegen Mann. In manchen Filmszenen wird bewusst ein Klingenbruch gezeigt. Sollten Sie also Schaukämpfe betreiben, bei denen aus Showgründen bewußt die Schneiden häufig aufeinander treffen, so betrachten sie ein Schaukampfschwert bitte als "Verschleißteil". Alles was mit den Schwertern gemacht wird geht auf eigene Gefahr ! |
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